Kein Frühling in Sicht

In letzter Zeit gab es hier nicht viel von uns zu lesen, aber wir kommen auch im Moment nicht zu all zu vielen Unternehmungen, denn: Wir versinken im Schnee!

Während ich diese Worte schreibe, fallen bereits wieder dicke Flocken vom Himmel. Und ich meine RICHTIG dicke Flocken! Über Nacht sind mindestens 10 cm Neuschnee gefallen, ein Ende ist nicht in Sicht.
Eigentlich mögen wir alle Schnee, aber langsam ist es zu viel des Guten. Die Schneedecken auf den Wiesen ist so tief, dass ich kaum mehr darauf voran komme. Ich muss mich wirklich sehr anstrengen und große Sprünge machen, auf die Dauer gefällt mir das einfach nicht. Vorhin auf meinem Spaziergang mit Herrchen konnte ich an einem Eck’ gerade so noch mit dem Kopf auf dem Schnee gucken – jetzt wünschte ich mir doch, dass ich ein paar Zentimeter größer wäre, dann hätte ich das Problem nicht!
Doch am Wochenende war es zum Glück noch nicht ganz so tief überall und wir konnten, wenn auch bei eisiger Kälte, einen wunderschönen langen Spaziergang machen. Schaut euch mal die Schneedecke oben an! Das ist eigentlich alles Ackerland, aber es liegt so viel Schnee, dass es eben und glatt wie ein zugeschneiter See wirkt.

Winterschönheit wohin man sah!
Eingeschneite Baumstammstapel luden mich natürlich wieder zum Gipfelstürmen ein, aber diesmal war es wirklich schwierig. Bei dem tiefen Schnee fand ich kaum Halt und musste mich sehr konzentrieren. Aber ich sehe es ja sportlich: “Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.”

In Gedanken kann ich das Ende des Winters kaum erwarten, denn dann können wir endlich wieder in die Berge! Ich habe dieses Jahr so viel vor – mein größtes Ziel ist der erste 3.000-er: Das Schwarzhorn (3.146,2 m)

Aber bis es soweit ist, muss ich noch viel üben. Üben, üben, üben! Da kommt mir jeder kleine Gipfel gelegen, auch die hölzernen.
Auf unserem Spaziergang begegneten wir niemanden. So richtig verstanden wir das nicht, denn es war zwar kalt, aber trotzdem recht angenehm und sogar sonnig. Frauchen meinte, dass viele Leute lieber vor dem Fernseher sitzen im Winter. Na mir war das recht, ich habe gern meine Ruhe!
Wenn niemand stört, kann man wenigstens super Posieren! Oder was meint ihr? Solche schönen Bilder entstehen nicht immer…
Nach dem kleinen Fotoshooting gingen wir noch ein Stück Richtung Waldrand, dann drehten wir um und liefen zurück zum Auto. Mit der Zeit wurde es doch so richtig klapperkalt!

Aber der Spaziergang war wirklich schön und ich muss schon den ganzen Tag daran denken. Hoffentlich können wir bald wieder so einen machen – wenn der Schneefall nachlässt. Der “neue” Schnee ist auch recht nass, ideal zum Schneemann bauen ODER Schneegipfelstürmer bauen!
Aber davon werdet ihr lesen, wenn es soweit ist. :wink:

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Schnee am See

Wir wohnen ja nicht weit weg vom Bodensee und da fiel mir auf, dass ich euch selbigen noch gar nicht in meinem Blog gezeigt habe!
Manche Leuten meinen vielleicht, dass er im Winter nicht so schön ist. Genau das Gegenteil ist der Fall, wenn ihr mich fragt – im Sommer gibt es viel zu viele Menschen dort. Doch im Winter hat man die Chance auch mal die ruhigen Seiten des Sees zu genießen, ohne Trubel und Menschenmassen.

Heute waren wir in Friedrichshafen und machten auch einen kleinen Abstecher zum See. Es war recht kühl und leer, bis auf die vielen Entchen, Möwen und Schwäne. Ich bin ja ein wenig erstaunt, dass denen das eiskalte Wasser gar nichts aus macht! Nicht so wie bei anderen Vögeln, die einfach in den Süden fliegen… schade nur, dass wir kein Brot dabei hatten, sonst hätten wir diese tapferen Überwinterer gern ein wenig gefüttert.
Doch am See wurde es uns bald zu zugig. Heute war es zwar nicht so kalt wie die Tage zuvor, aber der Wind war eisig. Wir froren und damit Herrchens Finger beim Knipsen nicht abfallen, gingen wir rasch zum Auto und fuhren noch zum Höchsten.

Doch heute gingen wir nicht zum Aussichtspunkt, sondern machten einen Spaziergang unterhalb des Höchsten. Gleich nach wenigen Metern entdeckte ich einen wunderschönen Felsen hinter einem Hof, natürlich wurde der sofort von mir erstürmt!

Meine zweite Erstürmung des Tages, ein großer Baumstamm, blieb undokumentiert, denn ich wollte nicht still halten und viel lieber im Schnee toben. Der Schnee dort war viel besser als der vor unserer Haustür, vor allem hatte man dort kein Salz gestreut und ich konnte ohne Probleme rennen.

Wir entdeckten eine schöne, große Fläche voller weichem, weißen Schnee. Nur ein Schneemann stand dort, bzw. lag. Seine Erbauer hatten es zu gut gemeint und die Kugeln so groß gemacht, dass sie sie wohl nicht mehr hochheben konnten. Gut, lag der Schneemann eben. Ich hatte sowieso nur Augen für den Schnee und rannte bestimmt zehn Runden um den Schneemann und dann auf die freie Fläche.
Wie ihr seht, war der Schnee recht tief. Ich versank an manchen Stellen fast bis zum Bauch darin, aber das hielt mich natürlich nicht auf. Meine Zweibeiner tobten und spielten mit mir, bis wir alle nicht mehr konnten.
Danach machten wir aber noch eine kleine Runde zum nahen Waldrand, dann drehten wir um. Ich wäre ja noch viel viel weiter gelaufen, aber meine Zweibeiner hatten fürs Erste genug.

Wir gingen wieder an dem sonderbaren Schneemann vorbei, dann entdeckten wir große Eiszapfen an einer Futterkrippe für das Wild. Den schönsten und größten Eiszapfen hätte ich euch gern gezeigt, aber Mama musste ihn ja unbedingt antippen – er wackelte und fiel klirrend zu Boden, typisch. Ich rannte noch eine Runde über die Wiese, Mama rannte mit mir. Doch schon waren wir wieder am Auto und fuhren zu unserer schönen, warmen Wohnung. Aber ich muss sagen, der heutige Wintertag war der schönste seit Langem!

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Eisige Zeiten

Ist es bei euch auch so kalt wie hier?
Zugegeben, ich friere ja eigentlich nicht. Nur die ersten Meter fallen mir immer schwer, doch dann bin ich “warm” gelaufen und erkunde auch bei eisigem Wind alles auf dem Spaziergang.

In den letzten Tagen waren wir trotz Schnee und Eis viel unterwegs. Sogar nachts habe ich mein Herrchen beim Austragen der Zeitungen begleitet, ich bin eben hart im Nehmen! So frisch gefallener Schnee ist aber auch toll – bei uns ist er richtig schön pulvrig und eignet sich super zum Wälzen. Meine Zweibeiner sind ja immer ein wenig entsetzt, wenn ich mich in den Schnee werfe und durch die weiße Pracht robbe. Macht euch das denn auch so viel Spaß?

Sogar Gipfelstürmen kann man bei Schnee, aber bei der Menge, die hier gefallen ist, ist das schon schwieriger. Auf unserem Spaziergang gestern entdeckte ich wunderbar verschneite Baumstammstapel am Wegesrand. Erst habe ich mich ja gar nicht nach oben getraut, denn vor lauter Schnee sah ich das Holz nicht. Doch mit Mamas gutem Zureden erstürmte ich den Stapel doch noch!
Ein Spaziergang im Schnee ist besonders schön, wenn man Wege geht, die noch keiner gegangen ist. Dann liegt überall unberührter Schnee… und man hinterlässt als Erster seine Spuren. So einen Weg entdeckten wir.
Nun, wir waren allerdings nicht die Allerersten dort seit dem Schneefall, denn zwei feine Reihen Rehspuren führten in den Wald. Mama und ich überlegten, ob die Rehe bei so einer Kälte nicht frieren. Ich hielt natürlich gleich Ausschau, leider war kein Reh in Sicht. Dafür bot sich uns ein wunderschönes Abendlicht.
Am Ende von unserem Spaziergang passierte dann noch etwas Aufregendes!
Ich schnüffelte nichts ahnend an einem Schneehaufen, meine Zweibeiner unterhielten sich und wir alle genossen die schöne Abendstimmung.

Doch dann entdeckten wir eine Maus! Sie saß auf dem Weg und grub im Schnee, vielleicht hatte sie ja dort etwas Fressbares gewittert. Ich schaltete zu spät, denn all ich zu ihr rennen wollte, hatte sie uns bereits gesehen und war blitzschnell im Unterholz verschwunden. Herrchen ärgerte sich, dass er die Kamera nicht griffbereit hatte. Ich ärgerte mich, dass ich zu langsam war. Und Frauchen ärgerte sich, dass sie nicht richtig hingeguckt hatte. Wir alle standen noch eine Weile da und schauten dorthin, wo die Maus verschwunden war. Schade, dass sie sich nicht nochmal blicken ließ. Dann fuhren wir nach Hause und ich wärmte mich auf dem Fell vor unserer Heizung auf. Mama kuschelte sich zu mir, so macht der Winter Spaß!

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende! Euer Gipfelstürmer

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Meine Fellnasen-Freunde

Heute dachte ich mir, dass ich ausnahmsweise mal nicht über den schönen Schnee vor unserer Haustür berichte. Nein, heute möchte ich euch vier ganz besondere Freunde von mir vorstellen: Die Meerschweinchen.

Fangen wir mit der Chefin an, Amy.
Sie hat das Sagen im Meeri-Gehege! Amy ist immer die Erste am Napf, Amy quiekt am lautesten nach Futter.

Was sie aber überhaupt nicht mag, ist Haare schneiden. Wie ihr seht, ist sie ein Langhaarmeerschweinchen und leider ist es manchmal dringend nötig, dass meine Zweibeiner ihr das Fell kürzen, damit sie noch etwas aus den Augen sehen kann. Amy hasst das! Sie zappelt und schreit, als würde es um ihr Leben gehen. Mama sagt dann manchmal, dass sie zickig ist… aber so ist eben Amy.

Und das ist Amys Schwester, die kleine Nala.
Nala und Amy stammen aus dem gleichen Wurf, sind aber so verschieden wie Tag und Nacht. Nala ist sehr schüchtern und zurückhaltend, aber eine richtig Liebe.

Nala lässt sich alles gefallen: Krallen kürzen, Haare schneiden, sich von mir beschnuppern lassen, Besuche beim Tierarzt – einfach alles, sie bringt nichts aus der Ruhe! Am liebsten wuselt sie durch Heu oder kuschelt sich gemütlich in einen Kuschelsack. Sehr gern liegt sie auch in der kleinen Hängematte, die im Auslauf des Meeribaus steht, und lässt die Seele baumeln.

Der Herr im Haus: Kastrat Peter
Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit… *summ*
Das wäre genau das richtige Lied für Peter! Peter ist ein Kastrat und stammt aus einer Notstation. Bevor er zu uns kam, lebte er mit seinem Bruder in einem kleinen Käfig.

Mit seinen drei Mädels hat er nun einen richtigen kleinen “Harem”, in welchem er aber nichts zu sagen hat. Peter ist ein ganz lieber Kerl, sehr gemütlich und meistens der Letzte am Futternapf. Aber Peter stört das alles gar nicht, er will nur dösen oder in aller Ruhe ein Stück Gurke fressen. Ich und er sind ganz dicke zusammen – ich schaue jeden Tag nach ihm und lecke manchmal seine Ohren ab: Eine echte Männerfreundschaft.

Die Kleinste, das Fienchen.
So unschuldig wie sie aussieht, ist sie gar nicht. Fienchen kann manchmal ein richtiger Teufel sein, vor allem wenn meine Zweibeiner sie raus fangen wollen (z.B. um das Gehege zu putzen).

Fienchen ist jetzt gar nicht mehr so klein und sogar schwerer als Amy! Sie ist ziemlich frech und klaut den anderen Meeris immer das Futter, schließlich schmeckt das Stück Karotte, was der andere gerade frisst, immer besser als das eigene. Sie ist ein kleiner Wirbelwind, verbuddelt sich gern im Heu oder saust durch das Gehege.

Alle Vier leben in einem sehr großen Eigenbau der Kleintiervilla im Wohnzimmer meiner Zweibeiner. Vor ihrem “Haus” befindet sich noch ein großer Auslauf, in welchem sie sich sehr viel aufhalten. Meiner Mama war es wichtig, dass die Meerschweinchen nicht nur in einem Bau hocken, sondern auch integriert sind. Sie gehören schließlich zu Familie!

Jeden Tag bekommen sie frisches Gemüse, ab und zu Obst und im Sommer Gras von der Wiese. Heu ist natürlich auch immer da, manchmal bauen sie sich eine richtige Wiese im Auslauf daraus!
Die Absperrung vom Auslauf ist übrigens nicht so hoch, ich kann locker drüber springen. Aber das mache ich natürlich nicht, denn ich weiß, dass die Meeris viel zu klein zum Spielen mit mir sind… eigentlich schade, aber ich schaue ihnen auch so gerne zu, wenn sie ein Salatblatt mümmeln oder durch das Gehege düsen. Meerschweinchen-TV nennt Mama das immer. Ist viel schöner als das, was im Fernseher läuft. :blush:

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Schneegestöber

Mein Freund Petrus hat mich wohl doch erhört, denn seit ein paar Tagen haben wir wieder wunderbaren Schnee. Wenn draußen alles weiß ist, gibt es für mich natürlich kein Halten mehr!

Wir fuhren zu meinem Lieblingswald, doch dort hatten wir erstmal ein wenig “Startschwierigkeiten”. Neben uns auf dem Parkplatz standen zwei Damen, Walker oder Nordic Walker, auf jeden Fall diese unangenehme Sorte Zweibeiner, die mit Stöcken durch den Wald jagt. Doch sie waren nicht allein, ein Vierbeiner war auch dabei. Wir kannten diesen Hund schon, und wir wussten, dass er NICHT hört, aber trotzdem immer offline läuft. Eine Sache, die mein Frauchen wohl nie verstehen wird.

Wir warteten im Auto und hofften, dass die Damen mit ihrem Hund bald im Wald verschwinden. Bei den Zweibeinern stimmte das sogar, doch der Hund trottete lieber um unser Auto herum. Die Rufe von seinem Frauchen wurden natürlich ignoriert. Die Zweibeiner drehten sich um und gingen weiter, was den Hund ebenfalls nicht störte. Warum sollte man auch auf sein Frauchen hören?
Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, bewegte er sich in Richtung seiner Zweibeiner. Wir stiegen aus, sofort war er wieder da! Frauchen nahm mich hoch, bei unserer letzten Begegnung hatte mich der Rüde fast gebissen, weil sein Frauchen ihn (trotz der eindringlichen Bitte meiner Mama) nicht an die Leine nahm. Die hat gar keine Leine dabei! Aber einen Hund, der nicht hört. “Der will doch nur Hallo sagen” – und so manch einen Chihuahua hat das schon sein Leben gekostet.
Wir nahmen einen anderen Weg in den Wald.
Im Angesicht des wunderbarem Schnee war der anfängliche Ärger schnell vergessen.

Ich spielte zusammen mit Mama im Schnee und erklomm den ein oder anderen Holzgipfel. Ach so ein Spaziergang im Schnee, der macht einfach Spaß! Ich wälzte mich im tiefen Schnee und ließ meine kleine Chihuahua-Seele so richtig baumeln. Zusammen mit Herrchen machte ich dann noch einen Wettlauf, den ich natürlich gewann!

Mama ist ja manchmal erstaunt, dass ich gar nicht friere. Viele andere Chihuahuas, auch mit langem Fell, bekommen bei so einem Wetter immer einen Mantel an. Aber ich bewege mich so viel, dass mir gar nicht kalt werden kann.

Auch eine kleine Pause im Schnee ist kein Problem für mich. Zugegeben, in meinem Bett ist es wärmer und kuscheliger, aber zum Verschnaufen tut es auch ein eingeschneiter Baumstumpf. Oder was meint ihr? :wink:

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