Gestern war ein wunderschöner Tag und natürlich hielt es uns nicht Zuhause: Frauchen beschloss spontan, dass wir einen Ausflug ins nahe Donautal machen.
Wie ihr seht, war ich richtig gut drauf!
Wir parkten unser Auto auf einem kleinen Parkplatz gegenüber des Aussichtsfelsens. Ich konnte es gar nicht mehr erwarten und sprang voller Vorfreude aus meiner Box. Auf dem Parkplatz schnüffelte ich gleich ausgereget an jedem Grashalm, dabei gab es hier viel spannendere Dinge zu entdecken:

Überall Felsen!
Zwar sind ihre Gipfel nur für geübte Kletterer zu erstürmen, aber allein der Anblick ist wunderschön. Aus diesem Grund kommen wir so gern ins Donautal, die Landschaft ist einzigartig und auf jedem Ausflug in die Natur kann man neue Dinge entdecken.
Am Aussichtsfelsen entdeckten wir ein Pärchen, welches sich gerade auf ihre Klettertour vorbereitete. Sie hatten eine große Kiste voller Kletterkram. Auch wir wollten auf den Schaufelsen, aber obwohl ich ein guter Gipfelstürmer bin, fehlt es mir an Händen und Füßen um die Griffe in der Felswand zu nutzen. Manchmal bin ich ganz neidisch auf die Zweibeiner, wäre ich ein Mensch. Wäre ich bestimmt ein zweiter Chris Sharma!
Zum Glück gibt es auch einen Wanderweg auf den Aussichtsfelsen. So machten sich meine Zweibeiner und ich auf den Weg.
Wir liefen unter einer Brücke hindurch und dann weiter durch den Wald, bis es nach oben ging. Natürlich stürmte ich gleich zielstrebig voran! Mein Frauchen kam kaum hinterher.
Schnell hatten wir den Aussichtspunkt erreicht.
Auf dem “Gipfel” angekommen, hielt mich mein Frauchen immer gut an der Leine, denn hinter der Absperrung ging es steil nach unten.
Ich finde es schade, dass ich keinen Blick über den Rand werfen durfte! Immerhin bin ich mittlerweile ein erfahrener Bergsteiger, ich wäre ganz bestimmt nicht abgerutscht. Mit Felsen unter den Pfoten fühle ich mich doch am wohlsten.
Wir blieben noch ein Weilchen, dann gingen wir weiter, denn..
… im Donautal gibt es noch viel mehr zu sehen!
Auf dem Foto seht ihr die Ruine Gebrochen Gutenstein, von unserem Wanderweg aus hatten wir einen tollen Blick darauf. Früher sind einige sogar an diesem Felsen geklettern, aber seit langer Zeit ist er gesperrt, denn die Ruine ist einsturzgefährdet.

Doch ich hoffe, die Ruine trotzt Wind und Wetter noch über viele Jahre hinweg. Selten habe ich so etwas Schönes gesehen.
Unten auf dem Foto fließt übrigens die Donau entlang, eines Tages möchte ich auf ihr quer durch das ganze Donautal schippern.
Nachdem wir die Ruine bewundert hatten, setzten wir unseren Weg fort, der uns durch einen dichten Wald führte. Klar konnte ich meine Nase kaum vom Boden heben, denn überall roch es spannend und am liebsten wäre ich ins Unterholz gekrochen.
Durfte ich natürlich nicht, mein Frauchen hatte immer ein Auge auf mich. Aber in einem unachtsamen Moment schlich ich mich davon und prompt entdeckte ich diesen Kollegen im Wald:
Dieser Ast sieht doch fast aus wie ein kleines Männchen, oder?
Im Wald war es schön kühl, aber unser Weg führte uns wieder nach draußen und wir gingen an Feldern entlang. Auch der größte Wanderer wird mal müde und so legte ich mich in einem schattigen Abschnitt ins Gras zum Verschnaufen.
Gerade als ich mich richtig entspannt hatte, donnerte auf den nahen Bahngleisen ein Zug vorbei. Da habe ich mich ganz schön erschreckt! Die Zweibeiner und ich beendeten die Pause, unser Auto war nicht mehr weit. Über einen kleinen Umweg erreichten wir wieder den Aussichtsfelsen, die Kletterer hatten inszwischen ebenfalls den Gipfel erreicht und wir sahen sie zu Ihnen hinauf, wie sie ihre Blicker über das Donautal wandern ließen.
Das war wirklich ein toller Spaziergang!
Zum Schluss noch ein Foto für das Frauchen meiner Freundin Isi, die so gern interessante Bäume mag:
Na liebe Heidi, was sagst du dazu? Das ist doch mal ein toller Baum, sieht fast aus wie eine schlafende Nixe am Wasserrand.