Heute war alles perfekt: Frauchen hatte einen freien Tag UND vor unserem Fenster strahlte die Sonne. Keine Frage – das mussten wir einfach ausnutzen und fuhren ins wunderschöne Donautal.
Nachdem es hier tagelang nur hässliches Wetter gab, und es morgen wohl wieder genauso weitergehen soll, genossen wir natürlich die Sonnenstrahlen.
Kaum aus dem Auto ausgestiegen, suchte ich mir gleich ein schönes Plätzchen auf einer Bank zum Sonnen… aber die Pause war nur kurz, denn direkt vor meiner Nase gab es viel zu entdecken. Durch Zufall hatten wir nämlich eine Gedenkstätte mit kleiner Kapelle entdeckt. Diese stand direkt auf einem kleinen Hügel, lauschig versteckt im Wald, umgeben von einem Garten und einem großen Holzkreuz.
Die Kapelle war 1947 abgebrannt und dann bescheiden aus Holz wieder errichtet worden, gewidmet den Opfern und Verschollenen des Zweiten Weltkriegs.
Ein Stück Geschichte mitten im Wald. Bevor wir unseren Weg fortsetzten, verweilten wir noch einige ruhige Momente auf der kleinen Bank gegenüber der Kapelle.
Wir stiegen den Hügel hinab und folgten einen kleinen Waldweg, der uns an zwei kleinen Felshöhlen vorbei führte. Da wäre ich natürlich gern hinein gekrochen, aber in der Ferne erkannte ich etwas viel Interessantes: Den Amalienfelsen!
Immer wenn wir im Donautal sind, führt uns unser Weg früher oder später an ihm vorbei. Heute konnten wir den Felsen von der anderen Seite der Donau aus betrachten. Dass es mir direkt in den Pfoten juckte ihn mal wieder zu erstürmen, könnte ihr euch sicher denken. Na vielleicht beim nächsten Besuch im Donautal.
Die Entchen in der Donau entdeckte ich natürlich sofort. Ich bin aber keine Wasserratte wie z.B. meine Freunde Nero & Murphy, daher blieb es nur bei einem kleinen Versuch von mir ihnen ins Wasser zu folgen… der endete aber schnell, denn als ich mit dem Bauch im Wasser stand, fiel mir auf: Ihhh, das IST ja nass!
Na, der Kollege hat wohl auch zu viel Wasser abbekommen.
Wir finden es auf keinen Fall gut, wenn man seinen alten Rechenknecht oder anderen Müll einfach an der Donau entsorgt, aber wir müssen zugeben: Dieses Exemplar hat schon fast Kunstcharakter.
Die Natur ist eben der größte Künstler, wie man auch an dem Baumstamm auf der Seite sehen kann. Überall daran wuchsen kleine Baumpilze, klar musste ich gleich ein wenig posieren.
Mein Belohnungsleckerli ließ ich mir hinterher natürlich richtig schmecken, auch wenn ich sicher bin, dass die Pilze mir sowieso die Show stehlen. Na ja, dafür sehe ich mehr von der Welt als die Pilze, denn gleich nach dem Foto ging es weiter.
Wir hatten durch Zufall wirklich einen tollen Weg entdeckt. Immer durch den Wald schlenderten wir an der Donau entlang, blickten auf die Teufelsbrücke auf der anderen Seite des Flusses, beobachteten die Enten und ließen uns den frischen Wind durch Haare und Fell wehen.
Hier wollte Frauchen mich dann doch nochmal überreden ins Wasser zu gehen – aber nein, ich wollte nicht. Außerdem fiel Herrchen kurzerhand ein, dass wir sowieso kein Handtuch dabei hatten. Ha, na was ein Glück!
Wir drehten um und gingen zurück.
Zu meiner Überraschung fuhren wir aber nicht gleich nach Hause, sondern hielten noch am Bahnhof. Hier kaufte Frauchen ein Ticket nach Salzburg, denn sie und ich besuchen im Mai liebe Bekannte dort und schauen auch noch auf der World Dog Show vorbei! Ay Chihuahua, was bin ich schon aufgeregt… wenn es soweit ist, werde ich natürlich ausführlich darüber berichten.
Doch für heute ruhe ich mich eine Runde aus, in Gedanken noch die wunderschönen Bilder des Tages. Euer Gipfelstürmer Archie
P.S.: Mein kleiner Blog ist für den Superblog nominiert. Ich freue mich über jede Stimme von euch.